Aktuelles

 

NABU begrüßt Ausweisung von neuem Landschaftsschutzgebiet am Bungsberg

 

Eutin. Die Absicht des Kreises Ostholstein, den Bungsberg mit Vorland einstweilig sicherzustellen und anschließend als Landschafts- schutzgebiet auszuweisen, wird vom NABU begrüßt. Aus Sicht des Verbands sei diese Maßnahme nicht nur sinnvoll sondern angesichts der ungebremsten Ausweitung der Windenergie-Nutzung dringend erforderlich. Rainer Kahns, zweiter Vorsitzender des NABU Eutin, sagte hierzu: "Nachdem der Kreis Plön die westlich angrenzenden Flächen zum LSG erklärt hat, ist der Schritt des Kreises Ostholstein absolut schlüssig und nachvollziehbar".

 

Unverständnis äußern die Naturschützer gegenüber der Kritik desBauernverbands. "Der Bauernverband, der nicht müde wird, den anhaltenden Flächenfraß und den Verlust der Kulturlandschaft zu beklagen, sollte sich freuen, dass mit einem LSG ein Instrumentarium geschaffen wird um, wirkungsvoll gegen eine weitere Verspargelung der Landschaft vorzugehen", so Kahns weiter. Im übrigen seien die vom Bauernverband als auch von der so genannten Interessengemeinschaft Natur- und Landschaftsschutz Ostholstein ins Feld geführten Begründungen fadenscheinig. Denn schon heute gelte unabhängig von einem LSG-Status eine Genehmigungs-pflicht für die Anlage von Amphibiengewässern oder die Errichtung vieler landwirtschaftlicher Anlagen. Offenbar, so der NABU, sollen hier Schreckenszenarien erzeugt werden, um Landnutzer gegen die LSG- Ausweisung aufzubringen. Aus Sicht des Verbands sei es sogar erforderlich, die im Verordnungsentwurf dargestellte Kulisse weiter auszudehnen. Darüber hinaus seien weitere LSG-Ausweisungen in besonders schutzwürdigen Landschaftsräumen, wie z.B. in Teilen des Ahrensböker Endmoränengebietes oder westlich des Großen Plöner Sees erforderlich, um einen Mindestschutz für die Landschaft zu gewährleisten

Rotmilan - Durch Windkraftausbau zunehmend gefährdet - Foto: O.Klose
Rotmilan - Durch Windkraftausbau zunehmend gefährdet - Foto: O.Klose

 

Windpark Hutzfed: Vorhabenträger bagatellisieren Risiken für geschützte Arten

 

Hutzfeld/Eutin.Der NABU bewertet die Planungen für den Windpark bei Hutzfeld als natur-schutzfachlich und - rechtlich untragbar.

 

Das Plangebiet ist aufgrund seiner Lage im Naturpark Holsteinische Schweiz sowie im Verlauf international bedeutsamer Vogelzugkorridore, vor allem zwischen der Lübecker Bucht und dem Großen Plöner See, aber auch aufgrund seiner Nähe zu Brutplätzen windkraftsensibler Vogelarten für eine Windkraftnutzung denkbar ungeeignet.

Eine rechtssichere Genehmigung des Vorhabens ist nach Auffassung des NABU daher nicht möglich.

 

Zwar sind von Investorenseite Gutachten vorgelegt werden, die eine Naturverträglichkeit des Vorhabens belegen sollen. Doch diese sind mit vielerlei fachlichen Mängeln behaftet und voll von Ungereimtheiten. Es entsteht daher der Eindruck, dass systematisch versucht wird, die Risiken für windkraftsensible Vogelarten zu bagatellisieren. Lesen Sie mehr

 

Neue Ausgabe der NABU NEWS Eutin erschienen

 

15.02.2016. Ab sofort ist die neue Ausgabe der NABU NEWS Eutin online verfügbar. 

Lesen Sie hierzu u.a. folgende Artikel:

  • Der Stieglitz ist Vogel des Jahres
  • Landschaft OH: Anfang vom Ende!
  • Jakobskreuzkraut - Märchen und Wahrheit. 

Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!

Regina Poersch und NABU-Vorsitzender Oscar Klose besichtigen die Amphibiengewässer am Rande des Eutiner Gewerbegebietes - Foto: NABU
Regina Poersch und NABU-Vorsitzender Oscar Klose besichtigen die Amphibiengewässer am Rande des Eutiner Gewerbegebietes - Foto: NABU

Bürgermeisterkandidatin zu Besuch 

12.02.2016.Heute hatten wir Besuch von der Eutiner Bürgermeisterkandidatin, Regina Poersch. Bei einem Spaziergang über die vom NABU betreuten kommunalen Ausgleichsflächen am Rande des Gewerbegebietes hat sich Regina Poersch über unsere Anstrengungen zum Erhalt der Eutiner Rotbauchunken-Population, die leider noch immer an der Schwelle zum Aussterben steht, informiert. 
Wir haben natürlich die Gelegenheit genutzt und auf die zahlreichen Defizite der Stadt Eutin im Zusammenhang mit dem Naturschutz hingewiesen.

Wir sagen Dankeschön für den Besuch, das offene Ohr und das mitgebrachte schöne Wetter!

Illegale Verfüllung einer Bachschlucht bei Braak- Naturschutzbehörde ermittelt


Einem anonymen Hinweis nachgehend wurde vor einigen Tagen bei der Ortschaft Braak, Gemeinde Bosau festgestellt, dass eine Bachschlucht der Majenfelder Au illegal verfüllt worden ist. Etliche Tonnen Boden, teilweise mit Bauschutt vermengt, wurden einfach in das geschützte Biotop gekippt. Die Naturschutzbehörde hat um-gehend die Ermittlungen aufgenommen.

Freiwillige Jakobskreuzkraut-Ausreißaktion in Haffkrug war unzulässig.


Jetzt ist es amtlich. Auf eine Anfrage bei der unteren Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises Ostholstein kam heute die unmissverständliche Antwort: 

Anders als von der Gemeinde Scharbeutz als Erwiderung der Kritik durch den NABU dargestellt, war die die Aktion weder mit der UNB abgestimmt, noch entsprach sie den Nebenbestimmungen der hochwasserschutzrechtlichen Genehmigung.


Die UNB als auch das vom NABU hierzu befragte Umweltministerium machen zudem deutlich, dass die Vorschriften des Biotopschutzes nicht durch die Empfehlungen des Landes zur Bekämpfung des Jakobskreuzkrautes berührt werden.


Der Gemeinde sei dringend empfohlen, sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen des Biotopschutzes intensiv auseinanderzusetzen.

"Rosen in Eutin 2016 erschienen


Der Kalender "Rosen in Eutin" 2016 ist erschienen und in verschiedenen Verkaufsstellen für 23,80  € erhältlich. 2 € von jedem verkauften Kalender erhält der NABU für seine Naturschutzarbeit in Eutin und Umgebung.


Der NABU sagt Dankeschön!


Mehr zu dem Kalender finden Sie unter www.rosen-in-eutin.de

Irrationale Debatte um das Jakobskreuzkraut - Mehr Gelassenheit statt Aktionismus!

Strukturreiche mit Jakobskreuzkraut bestandene Flächen sind vielerorts die Heimat von Braunkehlchen und Co. Dort wo mit ministeriellem Segen nun geschlegelt wird, werden diese Arten heimalos - Foto: O.Klose
Strukturreiche mit Jakobskreuzkraut bestandene Flächen sind vielerorts die Heimat von Braunkehlchen und Co. Dort wo mit ministeriellem Segen nun geschlegelt wird, werden diese Arten heimalos - Foto: O.Klose
Foto - O.Klose

Jedes Jahr im Juli, wenn seine leuchtend gelben Blüten manche Brachen, Straßenränder und Extensivweiden prägen, ist die Aufregung über seine angebliche Gefährlichkeit groß. Dabei sind gemessen an der seit Jahrzehnten hohen Zahl an Weidetieren, die auf auch mit Jakobskreuzkraut bestandenen Flächen gehalten wurden und werden, selbst die Verdachtsfälle einer Vergiftung mit in der Pflanze enthaltenen Pyrrolizidinalkaloiden (PA) verschwindend gering. Gesicherte toxikologische Nachweise von Pferd, Rind oder Schaf liegen derzeit für Schleswig-Holstein nicht vor. Auch Menschen sind durch angeblich verseuchten Honig nicht zu Schaden gekommen. Bereits 2008 hat der NABU über das Jakobskreuzkraut berichtet (Betrifft: NATUR 4 / 2008). Doch es erscheint an der Zeit, neue Fakten nachzulegen und über den derzeitigen Stand der zunehmend irrationalen Kontroverse mit ihrer erheblichen politischen Komponente zu berichten. Lesen Sie mehr.

Zu mehr Gelassenheit mahnt übrigens auch der Landesnaturschutzbeaftragte, Prof. Dr. Holger Gerth.

Gemeinsame Erklärung des NABU Eutin und der BUND Kreisgruppe Ostholstein zum geplanten Dialogforum der Lübecker Nachrichten zur Landesgartenschau


Der NABU und der BUND erklären zu dem geplanten Dialogforum der Lübecker Nachrichten:

 

Die naturschutzrechtliche Genehmigung für die Gesamtplanung der Landesgartenschau ist bereits erteilt worden; vor allem im Seepark sind in erheblichem Umfang Baumfällungen erfolgt. Aufgrund dieser eindeutigen und unumkehrbaren Faktenlage sind durch das Dialog-forum realistisch keine positiven Effekte für den Naturschutz mehr zu erwarten. Eine reelle Chance für einen Austausch auf Augenhöhe besteht nach Auffassung des NABU und des BUND damit nicht mehr. Lesen Sie mehr.

Geocaching & Natur-schutz - von der Spannung im Feld zum Spannungsfeld?

 

Im Rahmen des 23. Neustädter Geocaching-Stammtisches am 05.02. hat NABU-Vorsitzender Oscar Klose zu möglichen Konflikten zwischen dem Naturschutz und der immer beliebter werdenden GPS-Schnitzeljagd referiert.

 

Für alle Interessierten Geocacher und Nicht-Geocacher bieten wir den Vortrag hier zum Download an.

 

NABU NEWS Ausgabe 23 erschienen

 

Soeben ist die 23. Ausgabe der NABU News Eutin erschienen. Mitglieder erhalten das Heft kostenlos per Post.

 

Für Nichtmitglieder haben wir das Heft an dieser Stelle wie üblich zum Download bereitgestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 Lesen Sie in dem aktuellen Heft u.a.:

 

  • Verfolgter Jäger-Der Habicht ist Vogel des Jahres
  • Die Axt im Wald - Kratzbaggereinsatz verstößt  Erhaltungsziele im Natura2000-Wald
  • Die Urwälder von morgen - Naturwaldausweitung auf halber Strecke ausgebremst
  • Sparkasse fördert gemeinnütziges Engagement -Neuer Beamer für den NABU-Eutin
  • Rotoren, Rendite, Rotmilan -Der Windwahn geht weiter
  • Es werde bunt -Mehr Blüten für unsere Flächen am Viehdieck
  • Abschied von einem engagierten Artenschützer -Der NABU trauert um Wilhelm Diestel
  • Neuer Kalender erschienen -„Rosen in Eutin“ an vielen Verkaufstellen erhältlich


Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!

Landesgartenschau – NABU: LGS-Macher werfen Nebelkerzen!

 

Im Zusammenhang mit den Baumfällungen im Seepark und den zu erwartenden 

Eingriffen in sensible Uferbereiche wirft der NABU den LGS-Machern eine mangelhafte 

Informationspolitik vor.

Zwar werde nach außen ständig der Eindruck transparenter Planungs- und Beteiligungsprozesse erweckt. In der Praxis sei Transparenz und Offenheit jedoch zu vermissen. 

„Zu den uns im Sommer vorgestellten Planunterlagen haben wir Anfang August eine umfangreiche Stellungnahme abgegeben und neben den Baumfällungen natürlich auch die 

übrigen Eingriffe, z.B. in naturnahe Uferbereiche deutlich bemängelt. Bis heute haben wir 

trotz Nachfrage keine Antwort der Stadt dazu erhalten, wie mit den von uns vorgebrachten Bedenken und Anregungen im Einzelnen umgegangen worden ist. Es gab lediglich 

einige Hinweise zum weiteren formalen Verfahrensablauf“, stell NABU-Vorsitzender Oscar Klose fest. Lesen Sie mehr!

Neues von der Landesgartenschau - der Kahlschlag beginnt

 

Vor wenigen Tagen in der Presse angekündigt, beginnt nun der Kahlschlag für die Landesgartenschau in Eutin. 

Insgesamt werden mindestens 300 Bäume und damit knapp 40 Prozent der Gehölze der Kettensäge zum Opfer fallen. Diese hohe Anzahl  hatte die Stadt in ihrer Pressemitteilung vor einigen nicht genannt. Offenbar fürchtet man ein Erstarken der öffentlichen Proteste.

 

Für die Macher der Landesgartenschau ein Armutszeugnis, das beweist, wie wenig Verständnis für die Natur tatsächlich vorhanden ist.

 

Der NABU im Sommer diesen Jahres eine umfangreiche Stellungnahme zu den Planungen abgegeben. Eine Antwort der Stadt, wie mit dieser Stellungnahme konkret umgegangen wurde, ist bis heute nicht erfolgt.


Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass die Landesgartenschau mehr als 600.000 € teurer werden wird, als geplant. 


Zu kritisieren ist auch die schleswig-holsteinische Landesregierung als eigentliche Initiatorin der Schau.

So hat sie in ihrer Bewerbungsrichtlinie die Stärkung der Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes explizit als Ziel für die LGS benannt.

Dass Seitens der Stadt Eutin der Naturschutz konsequent missachtet wird, interessiert trotz deutlicher Hinweise aus der Region in Kiel offenbar niemanden.

Und so steht zu befürchten, dass auch künftige Landesgartenschauen aus Sicht des Naturschutzes zu einem Debakel werden.


 

Seeadler verunglücken häufig an Windkraftanlagen. Von vielen Gutachtern wird dieses Risiko jedoch verharmlost - Foto: O.Klose
Seeadler verunglücken häufig an Windkraftanlagen. Von vielen Gutachtern wird dieses Risiko jedoch verharmlost - Foto: O.Klose

 

Windkraft - Gutachter bagatellisieren Konflikte mit dem Artenschutz 

 

Gefälligkeitsplanungen in nie dagewesenem Umfang moniert der NABU Schleswig-Holstein im Zusammenhang mit dem fortschreitenden Ausbau der Windenergienutzung im Land zwischen den Meeren. Der Druck der Windkraft-Lobby führt mehr und mehr dazu, dass deren Planungsbüros und Gutachter bestehende Konflikte mit dem Artenschutz bagatellisieren. Bei einer Vielzahl von Planungen werden nach Feststellungen des NABU  bestehende Gefährdungen, wie Kollisionsrisiken für  Seeadler, Weißstorch oder Rotmilan mit Windkraftanlagen, systematisch kleingeredet oder „Vermeidungsmaßnahmen“ wie die Festlegung von Abschaltzeiten empfohlen, die sich in der Praxis als nicht kontrollier- und so völlig unbrauchbar erweisen. Lesen Sie mehr!

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